Fadenheftung
• Im klassischen Buchbinderhandwerk wird das Papier in Lagen zu 8, 16 oder 32 Seiten verarbeitet. Solche Papierlagen werden in die Deckel des Buchs eingehängt und direkt am Buchrücken vernäht. • Diese Art der Heftung wird Fadenheftung genannt und ist das wortwörtliche Rückgrat eines gut gemachten Buchs. • Fadengeheftete Bücher brechen nicht auseinander und dank der Lagenverarbeitung können sich auch keine Einzelseiten lösen, wie es bei vielen der handelsüblichen Journale, Tage- und Notizbücher der Fall ist, denn dort wird auf das hochwertige Vernähen zugunsten des Verklebens verzichtet. • Die Kunden im englischsprachigen Ausland kennen die Paperblanks-Fadenheftung als smythe sewn, nach dem Buchbinder David Smythe, der eine Maschine erfand, mittels derer sich Papierlagen vernähen ließen. • Wer nach dem wirklich handgemachten Buch sucht, kann sich mit der Kopertenheftung zufriedenstellen, die sich alter Vorgaben bedient.
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